In diesem Jahr fand die didacta wieder in der Kölner Messe statt. Welche Trends und Innovationen erwarteten die Besucher:innen in den drei Messehallen? Schauen Sie doch mal in unsere Bildergalerie.

Vom 10.3. bis zum 14.3. öffnet die Bildungsmesse didacta in Köln ihre Pforten. In vier Hallen präsentiert sie Lerninhalte und -werkzeuge für die frühkindliche Entwicklung bis zum Lifelong Learning.

Vorbei sind die Zeiten, wo in erster Linie „analoge“ Lerntools angeboten wurden. Viele Aussteller fokussieren auch auf das Lernen mit digitalen Medien. Welche davon sind besonders innovativ?

Das Start-up Sokra (www.sokra.io) aus Berlin präsentiert am Gemeinschaftsstand von EDUvation eine adaptive Lernplattform (im Bild die Co-Founder Maxim Schmitt und Fabian Vogt).

Die Plattform zeigt anhand des Durcharbeitens von Lernlektionen für den Schulunterricht den Lehrenden KI-gestützt eine Übersicht über die Lernstände der Schülerinnen und Schüler. So wissen Lehrkräfte sofort, wo einzelne Lernende Unterstützung benötigen.

Das Unternehmen Hait aus Hagen bietet mit „think up“ eine umfangreiche KI-Lösung für die Prüfungsvorbereitung in der Berufsausbildung. Ursprünglich hat das IT-Security-Unternehmen die Plattform für die eigenen Auszubildenden konzipiert. Doch das Projekt weitete sich aus und hat jetzt Marktreife für 450 Ausbildungsberufe (im Bild Stefan Petersmann).

Neben zahlreichen Übungstools wie dem Dialog mit dem Chatbot, Podcasts oder Quiz-Duelle verfügt „think up“ auch über eine Funktion zur Aufgabenerstellung für Ausbildende, in dem man die Bloom-Parameter auf Schiebereglern einstellen kann.

Das bei KI-Exam, einem Förderprojekt des mmb Instituts, entstandene Assistenztool für die Korrektur offener Fragen in der Berufsausbildung ist inzwischen lauffähig. Unser Partner Paul Christiani GmbH hat es in sein Bildungsmanagementsystem „C-Examination“ eingebunden.

Hier stellt Lars Münzer vom KI-Exam-Partner Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG die Software vor. Im Abgleich mit einer Musterlösung erhalten Mitglieder von Prüfungsausschüssen eine Clusterung der Prüfkandidaten, je nachdem, wie korrekt sie die ungebundene Aufgabe gelöst haben.

Neben Künstlicher Intelligenz ist Robotik ein weiteres zentrales Thema der Messe. Allerdings sind Roboter eher Unterrichtsgegenstand und seltener „Unterrichtshelfer“. Der Zugang zu diesem Thema ist oft sehr spielerisch. Deshalb ist die Messe auch Austragungsort der diesjährigen „RoboCup German Open“, in der Roboter in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema: Jugendliche und Social Media. Hier sprechen Romance Bassingha (Jugendreporterin), Lilli Berthold (Bundesschülerkonferenz) und Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing mit Moderator Timm Lutter (Initiative D21) über Altersbeschränkungen und die Regulierung der Anbieter von Sozialen Medien. Eine Erkenntnis: Die bestehenden Angebote zum Thema Medienkompetenz werden schlecht in Alltag und Schule eingebunden.

Die Antwort auf Störungen durch die Handynutzung im Klassenraum bietet das Startup smartphonefrei aus Meckenheim. Hier verschließen Schüler:innen ihre Geräte in einer für Mobilfunksignale abgeschirmten Tasche. Mittels Magnet-Entsperrer können Lehrkräfte zum Ende des Unterrichts die Taschen wieder öffnen. Die Kosten für die Taschen übernehmen die Eltern, die Entsperrer werden vom Schulträger finanziert.

Zu guter Letzt noch ein Tool für die Schulverwaltung, das (noch) ohne KI Schulträgern, Schulleitungen und Lehrenden einen Überblick über das Schulinventar gibt, also z. B. über Notebooks, Physikversuchsgeräte oder Musikinstrumente. Mit inventorio aus der iServ-Familie lassen sich einzelne Tools buchen und bei Beschädigung auch beim Support melden. Schulverantwortliche behalten so einen Überblick über ihre vorhandenen Geräte.