Seit dem Aufkommen von KI-Tools wie ChatGPT im Jahr 2022 sehen sich Akteur:innen in der beruflichen Bildung – insbesondere Führungskräfte – mit einer Flut an Innovationen konfrontiert. Gleichzeitig wächst die Zahl der Regelwerke, die den Umgang mit KI auf verschiedenen Ebenen – von der EU bis hin zu individuellen Bildungsinstitutionen – regeln sollen. Wie bewerten die 77 Expert:innen der Trendstudie mmb Learning Delphi den aktuellen Stand der Regulierung? Wo sehen sie Defizite – und wo bereits eine Überregulierung, die mehr Aufwand schafft als Nutzen?

 

Mehr als die Hälfte der Befragten (57%) sieht die größten Defizite bei der Regulierung des Urheberrechts. An zweiter Stelle steht die Kennzeichnung von KI-Produkten und die Notwendigkeit, deren Entstehung zu dokumentieren – hier sieht genau die Hälfte der Befragten (50%) Regelungsbedarf.

Drei Themenbereiche werden von einer größeren Mehrheit der Befragten als ausreichend reguliert eingestuft:

  • KI-Einsatz durch Lernende zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung (61%).
  • Fortbildungen zum KI-Einsatz und zur KI-Kompetenzförderung (64%), insbesondere die Verpflichtung zur Teilnahme und Finanzierung der Bildungsangebote.
  • KI-Einsatz durch Lehrende für Lehrveranstaltungen (67%).

Eine ausführliche Interpretation dieser Ergebnisse zeigt die aktuelle Ausgabe des mmb-Trendmonitor.

Außerdem bietet sich ein Vergleich mit der Situation zum Schulbetrieb an: Im Trendmonitor Spezial: Regelwerke zu KI an Schulen präsentiert die Deutsche Telekom Stiftung eine Studie – durchgeführt vom mmb Institut und dem DFKI – wie Lehrkräfte die KI-Regelwerke für die Schule bewerten.