Meldungen
EdTech-Standort Deutschland – warum sich Unternehmensgründung gerade jetzt lohnt
Einsatz von KI ist auch für deutsche E-Learning-Anbieter zunehmend von Bedeutung
Für den mmb-Branchenmonitor „E-Learning-Wirtschaft“ haben wir die deutschen E-Learning-Anbieter auch nach dem Einsatz von KI-Anwendungen gefragt: Welche KI-Elemente kommen im Zusammenhang mit E-Learning-Dienstleistungen und -Tools heute bereits zum Einsatz – und welche sind für die Zukunft geplant?
Die Antworten lassen auf einen überraschend großen Stellenwert der Künstlichen Intelligenz für das digitale Lernen in Deutschland schließen: Mehr als ein Viertel (28%) der 36 antwortenden Anbieter, darunter mehrere große Firmen mit einem jährlichen E-Learning-Umsatz von über 10 Mio. Euro, setzt nach eigenen Angaben bereits KI-Elemente ein. Kurzfristig geplant („ab jetzt“ bzw. „in naher Zukunft“) ist dies von weiteren 45 Prozent. Lediglich 6 Prozent der Anbieter geben an, KI-Anwendungen auch künftig weder einzusetzen noch zu planen. KI-Methoden sind also in naher Zukunft aus keinem E-Learning-Portfolio mehr wegzudenken, wenn man den Angaben der befragten Dienstleister Glauben schenkt.
Rückblick auf das Jahr 2022: Das mmb-Team diskutiert Trends, Highlights und Erfahrungen
Wie schon in früheren Jahren blicken wir auch 2022 zurück auf die Erkenntnisse und Erfahrungen zum Lernen mit digitalen Medien, die uns in der Arbeit in unseren Projekten wichtig erscheinen. Die drei Themen, die sich in diesem Jahr herauskristallisiert haben, werden im mmb-Team durchaus kontrovers eingeschätzt. Deshalb haben wir für diesen Blogbeitrag zu unseren Thesen jeweils einen Pro- und einen Contra-Beitrag verfasst.
Wissenschaftliche Begleitstudie zum Projekt EdTech NEXT (Start-Ups im Bildungssektor)
Charta für digitale Bildungsinnovationen – mmb gehört zu den ersten Unterzeichnenden
Die Charta für digitale Bildungsinnovationen ist im Rahmen eines mehrmonatigen partizipativen Prozesses gemeinsam mit zahlreichen erfahrenen Personen aus dem Bildungsbereich aus Hochschulen, internationalen EdTech-Allianzen und EdTech-Unternehmen entstanden. Die Charta fokussiert zunächst Hochschulen, viele Themen lassen sich aber auch auf den schulischen und andere Bildungsbereiche übertragen. mmb gehört mit zu den ersten Institutionen, die diese neue Charta nun unterzeichnet haben.
Lernplattformen miteinander verbinden – ein Workshop auf der Zukunft Personal Europe
Warum kann man die eigenen Lernangebote nicht einfach auf einer anderen (Meta-)Plattform anbieten? Warum kann ich die Zertifikate einer neuen Mitarbeiterin nicht gleich in das Personal-Management-System einlesen? Warum muss ich bei jedem adaptiven Lernangebot einen neuen Fragebogen ausfüllen? Viele Systeme des Lernens mit digitalen Medien sind „Insel-Lösungen“ und damit nicht untereinander kompatibel. Was bei Banken, im Buchhandel oder bei digitalen Visitenkarten selbstverständlich ist, funktioniert in der Bildung noch lange nicht.
Nationale Bildungsplattform: Basis-Infrastruktur nimmt Formen an
Für die Gestaltung des Digitalen Bildungsraums fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Aufbau einer Nationalen Bildungsplattform (NBP). Es handelt sich dabei um eine Vernetzungsinfrastruktur auf Basis von gemeinsamen Standards und Formaten. Es soll keine neue Lernumgebung geschaffen werden, sondern eine Plattform, die als groß angelegtes Standardisierungs- und Infrastrukturprojekt den individuellen Zugang zu den bereits existierenden Angeboten und Plattformen ermöglicht. Inzwischen wurden die technischen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Nationalen Bildungsplattform unter Beteiligung des mmb Instituts (Dr. Lutz Goertz) erarbeitet.
Sherpa-Gruppe bereitet den Weg ins Metaversum
Mit den verschiedenen Angeboten für ein Virtual-Reality-gestütztes „Metaversum“ taucht eine immersive Technologie am Horizont auf, die dreidimensionale computergenerierte Räume miteinander zu einer eigenen künstlichen Welt verbindet. Dies könnte auch für Bildungszwecke interessant werden.
Um die Potenziale und Risiken von Metaversen und auch speziell dem „Metaverse“ aus dem Hause „Meta/Facebook“ auszuloten, hat das Virtual Dimension Center (VDC) w.V. (Fellbach) eine „Sherpa-Gruppe“ ins Leben gerufen. Sie diskutiert und analysiert seit Januar 2022 über diese Themen sowie den Stand der Technik rund um das Metaversum. Die Arbeitsgruppe richtet sich speziell an KMU, die ihre Möglichkeiten und Risiken im Metaversum im Austausch mit anderen eruieren möchten, nicht zuletzt für die praktische Umsetzung im eigenen Betrieb.
Standards im digitalen Lernen
Warum werden eigentlich beim Lernen mit digitalen Medien nur selten Standards berücksichtigt? Im Straßenverkehr sind Standards völlig selbstverständlich. Form und Zweck von Verkehrszeichen sind in der Straßenverkehrsordnung festgeschrieben und es bestehen Normen dazu, wie Gaspedal, Bremse und Kupplung angeordnet sind. Dies erleichtert die eigene Bewegung auf den Straßen, selbst wenn man plötzlich mit einem fremden Auto in einer fremden Stadt unterwegs ist.
Von solchen Vereinbarungen ist die Welt des digitalen Lernens noch weit entfernt. Lernplattformen und weitere Lernangebote sind eher als „Inseln“ konzipiert und es ist nur schwer möglich, von einem Lernangebot zum nächsten zu springen, geschweige denn auf zwei Lernangeboten zwei unterschiedliche Funktionalitäten gleichzeitig zu nutzen – z.B. eine Plattform zum Lernen zu verwenden und ohne großen Aufwand auf einer anderen Plattform die Prüfung dazu abzulegen.
E-Learning-Dienstleister profitieren von Home Office und Home Schooling
Die Ergebnisse des aktuellen mmb-Branchenmonitors „E-Learning-Wirtschaft“ 2021 verdeutlichen den Boom beim digitalen Lernen, der durch die Corona-Situation deutlich an Schub bekommen hat: Im Vorjahresvergleich haben die deutschen E-Learning-Dienstleister hochgerechnet fast 17 Prozent Umsatzplus erwirtschaftet – und das mit nur geringfügig mehr Personal als vor dem Corona-Jahr. Mit einem Umsatzanteil von knapp 36 Prozent war das Anbieten bzw. Verkaufen von digitalen Lerninhalten und -Kursen das ertragreichste E-Learning-Teilgeschäftsfeld im Jahr 2020. Alle Ergebnisse finden Sie im aktuellen mmb-Branchenmonitor.







